Diagnostik

Diagnostik des Paares

Diagnostik – Frau

• Hormonanalyse: Überprüfung auf hormonelle Auffälligkeiten. Zu Beginn sollte zwischen dem dritten und fünften Zyklustag eine Hormonanalyse gemacht werden. Hierzu ist es wichtig, dass Sie uns in der Praxis am ersten Zyklustag (Erster Tag Ihrer Periode) anrufen um einen Termin für die Blutabnahme zu vereinbaren. Diese Untersuchung dient der Feststellung einer eventuellen Hormonstörung wie z.B. dem PCO Syndrom oder Schilddrüsenerkrankungen. Zudem haben Sie die Möglichkeit bei uns zusätzlich den AMH (Anti-Müller-Hormon) Wert bestimmen zu lassen um die Eizellenreserve etc. abzuklären.

• Ausschluss eines PCO-Syndroms: Frauen, die am PCO-Syndrom erkrankt sind, produzieren zu viele männliche Hormone. Hierbei ist eine Optimierung des Stoffwechsels notwendig. Es kann einige Monate dauern, bis sich ein Ergebnis zeigt.

• Transvaginaler Ultraschall, zum Ausschluss organischer Auffälligkeiten: Die Eierstöcke und die Gebärmutter, Fehlbildungen der Gebärmutter und Feststellen von Myomen oder Zysten ect.

• Laparoskopie (Bauchspiegelung): Zur Überprüfung der Durchgängigkeit der Eileiter, Entfernung eines Myoms oder Endomteriose vor einer geplanten Kinderwunschbehandlung. Diese Operation wird von Herrn Woriedh persönlich unter Narkose in der St. Anna Klinik in Bad Cannstatt durchgeführt.
Bei der operativen Methode hat man den Vorteil, dass man erkennbare Probleme direkt beheben kann, wie z.B. Endomteriose, Myome oder Verwachsungen. 

  • Diagnostische Hysteroskopie (Gebärmutterspiegelung): zur Entfernung von Septen, Myomen oder Polypen, und Verklebungen oder andere Auffälligkeiten im Bereich des Gebärmutterhalses und der Gebärmutterhöhle.
 
• Echo-Vist: Diese Untersuchung wird mittels Ultraschallgerätes durchgeführt. Mittels einer Zuckerlösung kann man im Ultraschall erkennen, ob die Eileiter durchlässig sind. Diese Untersuchung hat den Vorteil, dass keine Narkose benötigt wird.

• Ausschluss von Infektionen: Verschiedene Infektionen können die Schwangerschaftswahrscheinlichkeit herabsetzen oder die Risiken in einer Schwangerschaft erhöhen. Deshalb bedürfen sie teilweise einer vorherigen Therapie und sollten daher im Vorfeld bekannt sein.

• Abklärung der Implantationsstörung (Einnistungsfehler) oder Habitueller Aborten:
Bei Einnistungsfehler (mehrere IVF Behandlungen mit mehrere Embryo- Transfer ohne Erfolg) oder habituelle Aborte sollten vor weiteren Kinderwunschtherapien oder geplanter Schwangerschaft auf eine vorhandene Immun- und/oder Gerinnungsstörung sowie Immunzellen (die Killerzellen und die Plasmazellen) des Endometriums geprüft werden.

Diagnostik – Mann

• Spermiogramm: Wir bieten in unserer Praxis auch die Durchführung eines Spermiogramms des Mannes an. Hierbei wird das Sperma im Labor untersucht und sie werden bei Auffälligkeiten an einen Urologen weiterüberwiesen. Sollten Sie noch bei keinem Urologen in Behandlung sein, werden Sie an unseren Kooperationspartner, der G2 Urologie von Herrn Dr. med. Frank Gropengießer und Herrn Dr. med. Robert Grüber überwiesen.

• Hodenbiopsie (TESE): Wenn im Ejakulat des Mannes keine Spermien gefunden werden (Azoospermie), dann ist eine Hodenbiopsie nötig. Bei der Hodenbiopsie werden dann aus dem Hodengewebe die Spermien isoliert. Mittels dieses Verfahrens werden in der Regel in bis zu 75% der Fälle Spermien gefunden. Diese Untersuchung wird dann mit der ICSI kombiniert. Die Entnahme des Hodengewebes ist ein kleiner chirurgischer Eingriff, der in unserer Praxis von unseren Kooperationspartnern der G2 Urologie durchgeführt werden.

Humangenetische Diagnostik und Beratung

Bei einem sehr schlechten Spermiogramm des Mannes, schwerer Oligozoospermie (< 5 Mill./ml), Kryptozoospermie oder Azoospermie (keine Sperma in Samenflüssigkeit), sollte eine Humangenetische Diagnostik und Beratung der Frau und des Mannes vor geplanten ICSI Therapie erfolgen.